Zurück zur Übersicht

Sozialkunde / Politik, Oberstufe, Gesamtschule, Gymnasium

Buchners Kompendium Politik

Buchners Kompendium Politik
Herausgegeben von Bauer, Max et al.
Erschienen Bamberg: C. C.Buchner, 2009
Seitenanzahl 480
ISBN 978-3-7661-6880-1
Geeignet für Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Brandenburg, Bremen
Rezensiert von Kohn, Aaron (Schüler), 1. August 2010
Projekt Heinrich-Böll-Schule in Hattersheim, Schuljahr 2008/09

Rezension von Kohn, Aaron (Schüler)


Das Lehrwerk des Buchner Verlags ist chronologisch nach Lehrplan strukturiert und verfügt über ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis. Die einzelnen Kapitel sind immer gleich strukturiert. Nach dem Deckblatt für das jeweilige Kapitel folgt ein Unterpunkt. Diese einzelnen Unterpunkte sind in der folgenden Reihenfolge strukturiert: Erst werden die Leitfragen zu diesem Kapitel vorgestellt, es folgen einige Quell- und Autorentexte zum Thema. Danach folgen, in der Rubrik ,,Vertiefen und Problematisieren“ Quelltexte die die Thematik des Kapitels auf einer angewandten Ebene begutachten und hinterfragen. Schließlich folgen Aufgaben, in denen die SchülerInnen die Thematik des Kapitels noch einmal rekapitulieren müssen. Erfreulich ist, dass die Texte und Schaubilder meistens auf einem sehr aktuellen Stand sind und daher einen sehr guten Blick auf die aktuelle Lage in den einzelnen Ländern geben.
Ein großes Problem des Werkes ist, dass die Kapitel immer wieder in sich selbst unterteilt sind und es nur schwer zu erfassen ist, wo genau man sich befindet. Es gibt sowohl in Kapitel 5 ein Unterkapitel 1.1 wie auch in Kapitel 1. Diese Unterkapitel sind weiterhin nochmals in Unterkapitel geteilt. Im einzelnen Kapitel wird aber nicht erwähnt wo genau man sich befindet. Dies erschwert die Übersicht innerhalb des Buches erheblich.
Im folgenden werde ich in Kapitel 5 „Die Europäische Union“ das Unterkapitel 3.1 „Die Institutionen der Europäischen Union“ (S. 350-358) analysieren.
Das Kapitel beginnt mit den Leitfragen: „Welches sind die Entscheidungsorgane der EU?“ und „Wie werden sie bestellt, wie setzen sie sich zusammen, und was sind ihre Aufgaben?“ Es folgt ein unübersichtliches Schaubild, in dem die EU-Organe vorgestellt werden. In diesem Schaubild fehlen allerdings einige Informationen, zum Beispiel wie die einzelnen Organe gewählt werden. Diese Informationen werden nun in Quell- und Autorentexten nachgeliefert. So werden Stück für Stück alle Entscheidungsorgane in der EU vorgestellt. Auf den letzen vier Seiten folgt eine kontroverse Diskussion, die beleuchtet, ob die EU ein Demokratiedefizit hat und die die Struktur des Europäischen Regierungsapparates hinterfragt. Am Ende folgen einige Aufgaben die das Erklärte rekapitulieren, teilweise durch Reproduktion, teilweise indem durch weiterführenden Fragen neue Konzepte erarbeitet werden sollen. Allerdings fehlt mir persönlich ein übersichtliches Schaubild, in dem die Demokratiedefizite dargestellt sind.
Alles in allem würde ich dieses Werk mehr als Nachschlagewerk und als Ergänzungsband sehen, denn als Schulbuch im eigentlichen Sinne.