Tipps zum Verfassen einer Schulbuchrezension

Das Ziel von Schulbuchrezensionen ist, die LeserInnen über ein aktuelles Lehrwerk zu informieren und ihnen eine Einschätzung dazu zu geben. Wie andere Rezensionen sollten die Texte einen inhaltlichen Überblick, eine Kontextualisierung des Werkes und eine eigene Stellungnahme umfassen. Bitte informieren Sie die LeserInnen daher in knapper Form über das Konzept, den Aufbau, die Inhalte und die didaktische Gestaltung des Schulbuchs. Wünschenswert ist darüber hinaus eine Einschätzung, inwieweit das Lehrwerk etwas Neues bietet, was es – inhaltlich, didaktisch oder graphisch – von anderen Lehrwerken abhebt oder welche neuen fachdidaktischen oder fachwissenschaftlichen Trends es aufgreift. Abschließend soll das Schulbuch anhand nachvollziehbarer Kriterien beurteilt werden.
Die folgende Liste versteht sich als Anregung, sie soll nicht vollständig abgearbeitet werden. Sie können den Schwerpunkt auf einen inhaltlichen oder didaktischen Aspekt oder auch auf ein oder mehrere Kapitel des Schulbuches legen. Allerdings sollten Sie kurz auf den Aufbau und das Konzept des Schulbuches eingehen und den von Ihnen ausgewählten Aspekt im Kontext des gesamten Lehrwerks beurteilen.

Einleitung
• Erste Charakterisierung und Kontextualisierung des Buches (was fällt auf, was ist neu)
• Gestaltung des Covers (Ansprache der SchülerInnen und LehrerInnen)
• Angaben zur Zielgruppe (Schulform, Klassenstufe), Lehrplanbezug

Aufbau, Inhalt und Konzept
• Themen und Aufbau des Buches (eine Kapitelübersicht kann eingefügt werden)
• Kapitelaufbau (Auftaktseiten, Themenseiten, Methodenseiten, Zusammenfassungsseiten etc.)
• Angebote im Anhang, Begleitmaterialien
• Grundzüge des didaktischen Konzeptes (z. B. Problemorientierung, Schülerorientierung, Handlungsorientierung, Alltagsbezug, Differenzierung, Lernprogression, fachdidaktische Ansätze)
• Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Aktualität

Charakterisierung der didaktischen Gestaltung
• Gestaltung der Autorentexte (altersangemessen, Umgang mit Fachsprache, normative Urteile)
• Auswahl der Materialien (mediale Vielfalt, Multiperspektivität, Kontroversität, Themenbezug, motivierend)
• Aufgaben (Operatoren, aufbauender Lösungsweg, Differenzierung, Anregungen zum selbstständigen, kritischen Denken)
• Methodisches Konzept
• Vermittlung fachspezifischer Kompetenzen
• Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
• Adressierung der SchülerInnen, Umgang mit Diversität

Abschließende Beurteilung
• Einordnung des Werkes in die „Schulbuchlandschaft“, in die didaktische und/oder wissenschaftliche
• Kritische Würdigung des Werkes als Fazit